Lebenswerke verdienter Fraktionsmitglieder: Norbert Gmeiner | Heidi Kammler | Helmut Weinzierl | Dieter Thalhammer

Norbert Gmeiner (*1958) war im Stadtrat unser Mann fürs Praktische, nämlich fürs Planen und Bauen. Seine Präsenz war vor allem in zwei Gremien von besonderer Bedeutung.
Das eine Gremium hat offiziellen Charakter: "Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt". Hier hat sich Norbert eingebracht mit seinem beruflichen Fachwissen als Architekt und seiner über viele Jahre gewonnenen Erfahrung aus beruflicher und kommunalpolitischer Praxis. Was er fachlich einzubringen hatte, wurde geschätzt.
Das andere Gremium war inoffizieller Natur. Es widmete sich der "Sitzungsnachbereitung", von daher könnte man vom inoffiziellen "Nachbereitungsausschuss" sprechen – er tagte im Alten Gefängnis oder in der Hansibar oder auch an beiden Orten.
Als "Mann der Praxis" war Norbert wichtig, dass man keinen Firlefanz plant, dass man sich nicht sklavisch an "Gestaltungsbibeln" hält, dass man miteinander redet, Dinge möglich machen will und nicht auf Paragraphen und Bebauungsplandetailvorgaben herumreitet.
Und ganz in der Praxis ist er aufgegangen als verlässlicher Grillmeister, der im Wortsinne im Schweiße seines Angesichts beim alljährlichen Sommerfest von Stadtrat und Verwaltung für das leibliche Wohl seiner Kolleginnen und Kollegen sorgte.

Norbert grillt

Der Furtner war ihm immer eine Herzensangelegenheit, und so engagiert er sich jetzt im Rahmen der Furtner-Rettungs-Genossenschaft, so wie er sich unermüdlich einbringt beim Freisinger Alpenverein.
Den Norbert zeichnen aus eine ansteckend gute Laune, sein unideologisches Herangehen an Themen und seine ausgeprägte Kompromissfähigkeit.
Er ist ein Sozialdemokrat mit klassisch-konservativen Elementen und durchaus linken Gerechtigkeitsidealen, ein Mensch mit Prinzipien und gleichzeitig ohne Berührungsängste.
18 Jahre lang, von 2008 bis 2026, hat Norbert Gmeiner seiner Heimatstadt als Stadtrat gedient, hat zahllose Marathonsitzungen im Planungsausschuss besucht.
Die SPD Freising und die Stadt Freising sind Norbert Gmeiner für seinen kommunalpolitischen Einsatz, für seine fachliche Leistung und seinen selbstlosen Dienst für das Gemeinwohl zu ganz besonderem Dank verpflichtet.

Heidi Kammler (*1948) ist zeit ihres Lebens für soziale Belange und für die Interessen von Beschäftigten eingetreten und hat sich mit all ihrer Kraft für ihre Heimatstadt Freising engagiert. Die gelernte Buchbinderin war in ihrem Arbeitsleben aktive Gewerkschafterin und Personalrätin, ehrenamtliche Arbeitsrichterin und örtliche Vertreterin in der AOK. Unermüdlich und in ungezählten Stunden hat Heidi Kammler sich als "soziale Stimme Freisings" ehrenamtlich eingesetzt dafür, dass Freising eine soziale Stadt ist und dass die städtischen Beschäftigten mit ihren Interessen ein offenes Ohr finden. Dass "ihre" Ortsteile Pulling und Achering lebendig und lebenswert bleiben, war und ist ihr immer ein besonderes Anliegen.
Heidi war und ist aktiv in der Arbeiterwohlfahrt, in der Zusammenarbeit mit den anderen Freisinger Sozialverbänden, beim SV Pulling, als Ortssprecherin für Pulling und Achering sowie in der SPD.
30 Jahre lang, von 1990 bis 2020, hat Heidi Kammler ihrer Heimatstadt als Stadträtin gedient, hat zahllose Sitzungen besucht, Beschlussvorlagen gelesen, Entscheidungen vorbereitet, Gespräche geführt und sich 12 Jahre lang als Grünlandreferentin um "ihre" Beschäftigten bei der Stadtgärtnerei, der Stadtentwässerung und dem Bauhof gekümmert. Ihr war immer besonders wichtig, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer sozialen Stellung, in Freising ein gutes Auskommen finden können.
Die SPD und die Stadt Freising sind Heidi Kammler für ihre außerordentliche politische und sozialpolitische Leistung zu größtem Dank verpflichtet.

Helmut Weinzierl (*1939) hat Freising kaum vorstellbare 48 Jahre, von 1972 bis 2020, als Stadtrat und 36 Jahre, von 1984 bis 2020, als Sportreferent gedient. Der gebürtige Ingolstädter ist sozialdemokratisches Freisinger Urgestein und ist seit seiner Kindheit aus dem Stadt- und Sportleben in Freising nicht wegzudenken. In all diesen Jahren hat er sich unermüdlich mit Herzblut für Freisings Entwicklung, Freisings Sport und die Städtepartnerschaft mit dem französischen Arpajon engagiert, hat an unzähligen Sitzungen, Besprechungen, Bürgerversammlungen, Parteiveranstaltungen und Partnerschaftsabenden teilgenommen. Er war entscheidend daran beteiligt, dass sich Freisings Sportstätten immer weiter entwickelt haben und dass Freising über das Stadion an der Savoyer Au, über eine neue Eishalle und mit dem fresch über ein schmuckes neues Hallen- und Freibad verfügt.
Neben seinem Engagement in der Kommunalpolitik ist Helmut leidenschaftlicher Leichtathlet und hat als Leichtathletiktrainer dutzende junge Menschen und Talente gefördert.
Wer etwas erreichen will, darf die Anstrengung nicht scheuen und muss auf andere Menschen zugehen. Helmut Weinzierl ist das mit seinem ausgleichenden Wesen nie schwergefallen, denn er hat ein großes Herz.
In seiner letzten Stadtratssitzung wurde Helmut Weinzierl von OB Tobias Eschenbacher als "kommunalpolitischer Grandseigneur" geadelt. Seine Kolleginnen und Kollegen, viele von ihnen waren bei Helmuts Amtsantritt vor 48 Jahren noch in der Grundschule oder noch gar nicht auf der Welt, haben ihn mit Standing Ovations verabschiedet.
Die SPD und die Stadt Freising sind Helmut Weinzierl für sein beispielloses kommunalpolitisches Lebenswerk zu größtem Dank verpflichtet.

Dieter Thalhammer (*1943) war unglaubliche 44 Jahre, von 1976 bis 2020, Mitglied des Freisinger Kreistags. In diese lange Zeit des kommunalpolitischen Wirkens fällt eine enorme Bandbreite an Aktivitäten und Aufgaben: als Leitender Angestellter der Gemeinde Eching, wo er sein Verwaltungshandwerkszeug verfeinerte, als Stadtrat in Freising von 1978 bis 1994, als Fraktionsvorsitzender in Stadtrat und Kreistag, als Wirtschaftsreferent und natürlich als Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Freising von 1994 bis 2012. Für dieses politische Schaffen ist der Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Ehrenbürger der Stadt Freising vielfach geehrt und ausgezeichnet worden.
Dieter Thalhammers Erfolg bei den Bürgerinnen und Bürgern hängt eng damit zusammen, dass er ein dezidiert bayerischer und pragmatischer Sozialdemokrat ist mit ausgeprägtem Interesse für die Geschichte Freisings und Bayerns, verwurzelt in den christlichen Traditionen, im lokalen Brauchtum und in zahllosen Vereinen wie dem Partnerschaftsverein oder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung.
In Dieter Thalhammers Amtszeit fällt eine Fülle von Weichenstellungen, die von seinen Nachfolgern, im Amt und im Stadtrat, konsequent fortgeführt und weiterentwickelt wurden und werden: für eine Westumfahrung der Stadt, für ein neues Hallenbad, eine neue Eishalle und eine neue Stadtbibliothek, für neue und sanierte Amtsgebäude der Verwaltung, für eine Neugestaltung der Innenstadt, für neue Kindertagesstätten und die Integration und Nutzung der frei gewordenen Kasernenflächen.
Die SPD, die Stadt und der Landkreis Freising sind Dieter Thalhammer für sein unablässiges und nachhaltiges kommunales Wirken zu größtem Dank verpflichtet.